Energie-Termine von SEV und IVEE

Do 03.05.2018   Rückenwind für die Energiewende – so schaffen wir die Klimaziele doch! Podiumsdiskussion.
Veranstalter: Osnabrücker Klimaallianz. Eingeladen: Parteien, OB, Stadtwerke. Leitung: Rainer Lahmann-Lammert. 19:00 h Ratssitzungssaal, Rathaus Osnabrück

So 06.05.2018     OK regional + SEV: der Kohlefilm. Cinema Arthouse Osnabrück

Mi 16.05.2018      Osnabrücker Klimagipfel. Schwerpunkt: Umweltbildung. 15:00 – 20:00 Uhr, Hochschule Osnabrück. Infos unter  www.osnabrueck.de/klimagipfel

Fr 08.06.2018    Spargelessen von SEV und IVEE. 18:00 Uhr. Anmeldung bei info@meyerzubergsten.de

Mi 13.06.2018     Besichtigung einer Solarfassade im Vergleich. Solarfassaden sind nicht mehr teuer: Können sie sogar preiswerter sein? Eine Westgiebelfassade mit Kostenangaben zu drei Oberflächen: Putz// Solarfassade//Holzschalung. 20:00 h, Osnabrück, Dodesheide. Anmeldung bei info@meyerzubergsten.de

 

 

Ökoroutine: Erlöst die Konsumenten!

Alle sind für den Klimaschutz, aber niemand will sich einschränken. Wie kommen wir da weiter? Ökoroutine bedeutet: Wenn wir die Strukturen etwa in Form von Standards und Limits, von Gesetzen und Verordnungen ändern, kommt der Wandel zur Nachhaltigkeit von selbst. Manche bezeichnen das als die »Erlösung des Konsumenten«.
Vortrag von Michael Kopatz, Wuppertal-Institut, Ratsmitglied in Osnabrück.
Mi  25.04.2018,  19:00 Uhr
, Industrie- und Handelskammer, Neuer Graben 38, Osnabrück

Neuer Vorstand gewählt / Hans-Josef Fell kommt

Liebe Mitglieder und Interessenten,

Als Vorstand bestätigt wurden im Januar 2018:

Martina Jandeck
Frank Schnieder
Birgit Wordtmann  (Stellvertreterin)
Christian Buck  (Stellvertreter)

Danke für Euer Vertrauen!

Es war eine besondere Veranstaltung, die Mut gemacht hat:

Hans-Josef Fell in Osnabrück
Der Vater des EEG spricht über: 

 „Energiewende aus­gebremst. Wie kriegen wir sie wieder flott?“ 

Grußwort von Fritz Brickwedde. 
Im Rahmen des Themenjahrs Klimastadt Osnabrück. 
Mitveranstalter: Modernisierungsbündnis Region Osnabrück, Osnabrücker Klimaallianz.
Mittwoch 14.02.2018, 20:00 Uhr, ZUK Zentrum für Umweltkommunikation der  DBU, An der Bornau 2, OS

 

 

 

 

„Stadtwerke halten an Kohlestrom fest“, Leserbrief NOZ v. 08.12.2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

es hätte so schön werden können: Die Stadtwerke Osnabrück trennen sich wegen Pleiten, Pech und Pannen vom Skandal-Kohlekraftwerk Gekko Hamm, müssen dabei leider empfindliche Verluste hinnehmen, schauen aber nach vorn und denken über neue Investitionen nach. Dabei erinnern sie sich an ihr eigenes feierlich abgegebenes Versprechen: „Wenn Investition in Erzeugungsanlagen, dann nur noch regenerativ“. Sie stocken ihr Portfolio eigener Stromerzeugung aus Sonne und Wind erheblich auf, machen  – in Kooperation mit erfahrenen Projektentwicklern – Gebrauch von den z.Zt. günstigen Bedingungen für Bürger-Energieanlagen in der Stadt, in der Region und anderswo, erhöhen damit kontinuierlich ihren Anteil erneuerbarer Energien und tragen so für die Großstadt Osnabrück signifikant zur Energiewende und zum Klimaschutz bei.

Leider ist es genau anders gekommen. Statt durch Abstoßen der Kohlekraft-Anteile von Hamm ein Signal für den überall geforderten Kohleausstieg zu setzen, kaufen sie sich im gleichen Zug in neue Kohlekraftwerks-Anteile in Lünen ein. Statt Kohleausstieg also eine neue Investition in die Kohle. Damit haben sie – wie von den Grünen richtig bemerkt – jetzt ein verstärktes Interesse am Überleben und Wohlergehen der Kohlekraft in diesem Lande, voraussichtlich für die ganze zukünftige Laufzeit des Kraftwerks Lünen – und das kann bei einem Neubau  lange dauern.  Dazu passt, dass der Vorstand schon mal die Möglichkeit ins Auge fasst, den Anteil am Kohlekraftwerk Lünen weiter von 5,28 auf zukünftig 7 Prozent zu erhöhen.  Kohleausstieg sieht anders aus.

Weggeblasen das Versprechen, nur noch in regenerative Erzeugungsanlagen zu investieren. Kein Wort über Klimaschutz. Eine Ohrfeige für die Stadt, die sich mit ihrem „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ müht, in kleinen Schritten ihren Zielen zur CO2-Reduktion näher zu kommen. Es hätte so schön sein können.

Statt dessen räumt der Stadtwerke-Vorstand Hüls der Kohle „eine wichtige Rolle in der Übergangszeit“ der Energiewende ein, will sie „als Garant der Versorgungssicherheit“ sehen. Studien, die zeigen, wie es auch ohne Kohle in die Zukunft geht, werden ignoriert. Hier geht es ums Geschäft. Energiewende sieht anders aus.

Nach außen halten die Stadtwerke an ihrem Versprechen fest, das sie aber durch diese Investition in die Kohle gebrochen haben. Das Vertrauen der Bürger haben sie damit verspielt, da nützt auch viel PR mit „Klimaschutz“ und Tips und Taps nichts mehr. Und wir sind gespannt auf die Versuche der Stadtwerke, diese Investition in die Zukunft der klimaschädigenden Kohlekraft der Öffentlichkeit als Beitrag zu Energiewende und Klimaschutz zu erklären. Herr Hüls, wir hören.

Klaus Kuhnke
Solarenergieverein  Osnabrück e.V.