Solarenergieverein Osnabrück

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Hellern: Solarmodule auf verseuchtem Boden

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Osnabrück. In Hellern sollen zwei größere Solarkraftwerke entstehen:
Die Stadtwerke wollen auf dem brachliegenden Altlastgelände der Schnepper’schen Tongrube 9000 Module aufstellen. Einen kleineren Solarpark plant der Landwirt Fritz Meyer zu Strohen an der Ströher Heide.
Den kompletten Artikel finden Sie hier.



Quelle: NOZ.de und OS1.tv

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 26. Januar 2012 um 15:18 Uhr
 

Gute Nachrichten zum Jahresbeginn

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Liebe Solarfreunde,
das neue Jahr beginnt mit  guten Nachrichten:

  • In der Solarthermie geht es voran: Immer mehr Kollektoranlagen werden nicht nur für Warmwasser, sondern auch zur Heizungsunterstützung installiert. Die Technik macht weitere Fortschritte, die heute schon sehr guten Kollektoren werden immer noch besser und die Regler immer intelligenter. Und der Solar-Heizkörper im Keller - eine Osnabrücker Spezialität - findet immer mehr Freunde.
  • Die Solarstrom-Erzeugung in Deutschland hat sich 2011 mehr als ver-eineinhalbfacht. 60 % mehr Sonnenstrom von allen Modulen, 3 Prozent unserer Stromversorgung nur von der Sonne, und 18 Milliarden kWh solar erzeugt: Das ist die Produktion von zwei Atomkraftwerken. Auch in der Energiestatistik ist der Solarstrom jetzt endgültig raus aus der Nische.
  • "Grid-Parity" erreicht: Solarstrom vom eigenen Dach kostet dieses Jahr genau so viel oder so wenig wie der Verbraucherstrom aus der Steckdose: Die Einspeisevergütung für kleine Dachanlagen sinkt auf 24,43 Cent/kWh, und genau diesen Preis zahlen wir dieses Jahr auch zu Hause für Licht- und Fernseh-Strom. Das ist ein Grund zum Feiern.

Und dann gibt es auch noch gemischte Nachrichten, quasi zum Lachen und Weinen zugleich:

  • Kaum ist seit Neujahr das neue EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) in Kraft, da melden sich Stimmen im Regierungslager, die den Solarstrom-Ausbau und die anderen EE schon wieder deckeln und statt dessen weiter Kohlekraftwerke bauen wollen.
  • Das im Bau befindliche Kohlekraftwerk in Lünen ist vom Oberverwaltungsgericht mit einer schallenden Ohrfeige erstmal gestoppt worden; die Stadtwerke Osnabrück halten jedoch weiterhin an ihrem finanziellen Engagement an dieser Dreckschleuder fest, obwohl sie ja nach eigenem Bekunden "nur noch in regenerative Energieerzeugung investieren" wollen. Stromwechsel zu einem der echten Ökostrom-Anbieter wäre also ein guter Vorsatz zum neuen Jahr. Es ist leicht; man muss es nur machen.

Wir können also im neuen Jahr weiter mit Sonne heizen und die warme Dusche genießen, uns über den Solarstrom-Ausbau freuen und die Grid-Parity feiern, aber wir müssen wachsam bleiben und weiter entschlossen für die Energiewende eintreten: Durch unser Engagement in der Osnabrücker Klimaallianz, im Solarenergieverein, in der Energiegenossenschaft nwerk und anderswo. Es gibt also weiterhin viel zu tun.

Sonnige Grüße und ein gutes neues Jahr
Klaus Kuhnke
Solarenergieverein Osnabrück e.V.

Wir engagieren uns mit Energie.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 06. Januar 2012 um 15:01 Uhr
 

Global reden, national bremsen

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Beitrag von Hans-Josef Fell, MdB aus Anlass der Klimaschutz-Konferenz in Durban

Schwarz-Gelb greift in die energiepolitische Mottenkiste: Kohlekraftwerke statt Erneuerbare Energien. Energieverschwendung statt Effizienzvorgaben.

Gerade jetzt – während der Klimaschutzverhandlungen in Durban – wird zudem der Ausbau der Erneuerbaren Energien von den Wirtschaftspolitikern und Fraktionsspitzen in Union und FDP in Frage gestellt. Das ist national und international frappierend.

Das EEG ist die mit Abstand erfolgreichste Klimaschutzmaßnahme in Deutschland. Während der Emissionshandel unter Rekordniedrigstpreisen der CO2-Zertifikante seine Zahnlosigkeit beweist, spart das EEG täglich massiv CO2 ein. Über 80 Mio. Tonnen CO2 werden in Deutschland durch das EEG bereits jährlich reduziert.

Doch wäre es viel zu kurz gegriffen, das EEG nur an seinem nationalen Erfolg zu messen. Das EEG wurde international bereits 69 mal kopiert und trägt in vielen Ländern zum Klimaschutz bei. Die technologische Entwicklung, die durch das EEG vorangetrieben wird, treibt weltweit die Kosten für Erneuerbare Energien nach unten.

Das beste Beispiel ist die Photovoltaik, die gerade im Zentrum der politischen Auseinandersetzung steht. Die Förderung der Photovoltaik ist innovationsstrategisch gesehen, derzeit der mit Abstand wichtigste Beitrag Deutschlands zum Klimaschutz! Die Photovoltaik wird in der Zukunft einer der Hauptpfeiler des globalen Klimaschutzes sein. Dieser Pfeiler wird hier und heute errichtet. Ihn in Deutschland mit einer innovationsfeindlichen Politik von Schwarz-Gelb nieder zu reißen, hätte sehr negative Auswirkungen auf die Energiepolitik vieler andere Länder. Viele Länder schauen auf unser EEG und unsere energiepolitische Strategie. Mit Deutschland als Bremse würde der Ausbau der Erneuerbaren Energien weltweit Schaden nehmen mit allen Folgen für den globalen Klimaschutz wie für unsere Exportwirtschaft. Zumindest Letzteres sollte selbst die hartleibigsten Wirtschaftspolitiker in Union und FDP interessieren.

Viele haben vergessen, dass Schwarz-Gelb bereits in den 90er Jahren einen Vorstoß unternommen hatte, um das Vorläufergesetz des EEGs, das Stromeinspeisungsgesetz abzuschaffen. 1997 wurde der sogenannte „doppelte Deckel“ beschlossen, der 1998 in Kraft trat. Ohne den Regierungswechsel Ende 1998 wäre der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland bereits 2000 beendet gewesen, da damals der Deckel erreicht worden wäre. Jetzt bastelt Schwarz-Gelb erneut an einem doppelten Deckel, dem für die Photovoltaik und dem für das EEG insgesamt. Die Situation könnte für die Erneuerbaren Energien nicht gefährlicher sein.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 06. Januar 2012 um 15:00 Uhr
 

Wüstenstrom: Desertec baut 2012 erstes Kraftwerk

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Lachendes und weinendes Auge

Die Wüstenstrom-Initiative Desertec sehen wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge:
Eigentlich sollten wir uns freuen: Da wird mit Solarenergie endlich mal nicht gekleckert, sondern geklotzt. Das haben wir uns immer gewünscht: So viel Solartechnik, dass die Sonne nicht nur - wie heute - 2 Prozent vom deutschen, sondern 15 Prozent vom gesamten europäischen Stromverbrauch abdecken kann. Ein ehrgeiziges Ziel, und es ist machbar. Das ist das lachende Auge.

Andererseits ist es ja gerade der Charme der Erneuerbaren und insbesondere der Sonnenenergie, dass das Angebot dezentral kommt und von jedermann und jederfrau an Ort und Stelle genutzt werden kann. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei Desertec um riesige zentrale Einheiten, vergleichbar unseren Großkraftwerken. Klar dass diese nur von äußerst finanzstarken Akteuren gestemmt werden können, und so liest sich denn Desertec auch wie das Who is Who der deutschen Industriefinanz: Münchner Rück,  Deutsche Bank, Eon, RWE, Siemens, um nur einige zu nennen. Die Stromkonzerne, denen hier die Erneuerbaren jedes Jahr ein bis zwei Prozent Marktanteil wegnehmen, sichern sich so eine neue Existenzberechtigung und schicken sich an, unsere zentralen Energiestrukturen auch für die Zukunft festzuzimmern, und das nicht nur hier, sondern auch gleich noch in Nordafrika bis hin zum Mittleren Osten. Desertec wird uns noch viel Geld kosten: Die genannte Investitionssumme von 600 Millionen Euro für nur 150 Megawatt bedeutet 4000 Euro pro Kilowatt installierter Leistung, ein stolzer Preis im Vergleich zur Fotovoltaik, die heute schon weniger als 2000 Euro pro Kilowatt kostet. Und mit Argumenten wie "Technologiesprung", "Marktführerschaft"  usw. wird bei der Regierung heute schon der Weg für das Einwerben gewaltiger Forschungs- und Entwicklungs-Millionen geebnet - auf Kosten des Steuerzahlers.

Zwei Zitate von unseren Solarkollegen aus Tunesien: "Desertec ist eine wunderbare Idee - aber in den Händen der Tunesier, Marokkaner, Ägypter" und - im Hinblick auf den Sand, der sich bei Sturm in die Ritzen jedes Getriebes setzt und glänzende Spiegel zu Milchglas machen kann - "Die kennen die Wüste noch nicht".

Sonnenstrom können wir sehr gut auch hier zu Hause machen, und nächstes Jahr ist die Kilowattstunde aus Fotovoltaik vom Hausdach in Deutschland genau so billig wie die aus der Steckdose: Dafür brauchen wir kein Desertec.

Klaus Kuhnke

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 06. Januar 2012 um 15:00 Uhr
 

Mehr Stromexporte als -Importe

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Mehr Stromexporte als -Importe

Wir bedanken uns bei Herrn Ingo Hesskamp aus Lingen für den folgenden Leserbrief in der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 19.9.2011.

Er schrieb:
"In der Zusammenfassung des Artikels der Zeitschrift 'Focus' wird ungeniert einseitig über die Einführung von Atomstrom von unseren Nachbarn berichtet.
Die erwähnten Zahlen sind zwar richtig: Es wurden im ersten Halbjahr 2011 10, 5 Milliarden kWh Strom aus Frankreich und zusätzlich 5,6 Milliarden kWh aus Tschechien importiert.
Aber durch das Weglassen von Informationen wird ein falsches Bild erzeugt: im ersten Halbjahr 2011 wurden insgesamt über 25 Milliarden kWh importiert, jedoch auch über 28 Milliarden kWh exportiert. Wir haben also insgesamt über 3 Milliarden kWh zu viel erzeugt.
Die größten Abnehmer waren: Schweiz 5,8 Milliarden kWh, Niederlande 4,2 Milliarden kWh, Österreich 4 Milliarden kWh, Belgien und Luxemburg 2,1 Milliarden kWh, Belgien und Luxemburg 2,1 Milliarden kWh, Polen 1,2 Milliarden kWh und Dänemark knapp 1 Milliarde kWh.
Feststellung: Wir verbrauchen den Atomstrom nicht! Wir leiten den Atomstrom weiter an unsere anderen Nachbarn!
Diese Daten können von jedermann eingesehen werden: Suchen Sie im Internet unter dem Begriff: 'destatis-statistik 43311'. Sie finden dann aktuelle Tabellen der 'Genesis'-Datenbank (Portal: 'offlinedaten.de') des Deutschen Statistischen Bundesamtes zur 'Ein- und Ausfuhr von Elektrizität '.

Ingo Heskamp
Lingen"

 


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