Archiv der Kategorie: Leserbriefe – Pressearbeit

Strompreise drastisch gestiegen

Leserbrief zu “Strompreise drastisch gestiegen”,
NOZ vom 12.09.2014

Sehr geehrte Damen und Herren,
der Strompreisanstieg ist ja ein ständiges Ärgernis. In der öffentlichen Diskussion wird er immer gern sofort mit der EEG-Umlage in Verbindung gebracht. Da ist es gut, die von Ihnen gebrachten Angaben um ein paar Zahlen zu ergänzen. Seit 2000, dem Jahr der Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), legte der Preis für die Kilowattstunde (kWh)  von 13,9 Cent auf heute über 29 Cent zu. Die Umlage für das EEG stieg in der Zeit lediglich von 0,2 auf heute 6,24 Cent pro kWh. Das sind etwa 6 Cent in dieser Zeit, in der der Strompreis um über 15 Cent angestiegen ist. Wo die Differenz von 9 Cent/kWh geblieben ist, kann uns leider keiner sagen. Denn die Erneuerbaren Energien haben den Börsenstrompreis sogar nachweislich gesenkt, weil sie helfen, mittags den teuren Spitzenstrom zu vermeiden. Der Strompreis ohne die EEG-Umlage hätte also sinken können. Der Grund für den drastischen Strompreisanstieg der vergangenen Jahre ist also nicht die EEG-Umlage, sondern ganz einfach ein Geheimnis der Stromkonzerne.

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Webfehler im Emissionsrechte-Handel

Leserbrief zu “CO2-Emissionen nur verlagert”,
LB von Bernhard Diek, NOZ v. 18.08.2014

Sehr geehrte Damen und Herren,
das Problem der Verlagerung von CO2-Emissionen bei der konventionellen Stromerzeugung hat Bernhard Diek in seinem Leserbrief sehr einleuchtend beschrieben. In Kürze: Die Gesamtmenge des erlaubten Ausstoßes von Klimagas CO2 ist konstant. Wird nun – auf Grund des EEG – immer mehr Strom aus erneuerbaren Quellen bereit gestellt (in Deutschland bisher 25 %), so können andere die frei werdenden Emissionsrechte für mehr Kohlestrom nutzen, und das auch noch  zu billigeren Preisen, denn mit immer mehr erneuerbarem Strom im Markt werden ja auch immer mehr Emissionsrechte verfügbar, also billiger. So habe das EEG den Kohlestrom nicht verdrängt, sondern im Gegenteil subventioniert: Ein teures Nullsummenspiel also. So weit Herr Diek.

Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr haben die Erneuerbaren 25 Prozent von unserem Stromverbrauch erbracht, dabei den entsprechenden konventionellen Strom verdrängt und so der Atmosphäre etwa 76 Millionen Tonnen CO2 erspart.

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Energiewende selber machen

Leserbrief zu “Klimaschutz-Initiative mit Rückenwind” , NOZ vom 28.06.14

Sehr geehrte Damen und Herren
dass der Landkreis die Champions League für Erneuerbare Energien 2014 gewinnt, ist mehr als verdient. Es waren die Vordenker, fast noch Pioniere, welche die Klimaschutz-Initiative für den Kreistag vorbereitet und dann in einer geduldigen Aktion mehrheitsfähig gemacht haben.
Heute ist der Landkreis Osnabrück mit seinem Ziel “100 Prozent erneuerbare Energien” schon lange nicht mehr allein, viele andere Regionen sind gefolgt. Aber längst nicht alle sind so weit wie das Osnabrücker Land, wenn es um die Umsetzung geht mit Wind-, Solar- und Bioenergieanlagen für die CO2-freie Selbstversorgung mit Wärme und Strom. Glückwunsch.

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Tomaten bitte auch gleich besteuern

Leserbrief zu „Hendricks: Eine Sonnensteuer gibt es nicht“,
NOZ vom 21.06.2014
Sehr geehrte Damen und Herren,
dass der Begriff „Sonnensteuer“ Frau Hendricks nicht gefällt, kann ich verstehen. Schließlich ist sie Umweltministerin und muss die Politik der schwarz-roten Koalition mittragen, ohne Wenn und Aber. In diesem Falle die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG).
Dabei ist die Bezeichnung Sonnensteuer gar nicht unpassend und beschreibt sehr gut den Sachverhalt: Eine Abgabe auf die Nutzung der Sonnenstrahlung, wenn man damit Strom macht.
Worum geht es: Die EEG-Umlage, mit der ein Teil der Stromverbraucher die Einführung der Erneuerbaren Energien mitfinanziert, soll ab 1. August 2014 zu 40 Prozent auch für selbst erzeugten Solarstrom gezahlt werden. Die Umlage beträgt z.Zt. reichlich 6 Cent pro Kilowattstunde (kWh), 40 Prozent davon sind 2,5 Cent, die für jede kWh Solarstrom fällig werden, der vom Dach kommt und vom Eigentümer selbst genutzt wird;

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Stadtwerke loben Energiewende-Wende

Leserbrief zu „Stadtwerke loben Energiewende-Wende“, NOZ v. 30.1.14

Sehr geehrte Damen und Herren,
dass die Stadtwerke die Energiewende loben, das wollen wir doch hoffen, so grün, klimafreundlich und erneuerbar, wie sich die Stadtwerke immer geben, mit „KUK“ und „hier“ und den Eisbärenkindern Tips und Taps. Hier aber loben sie die Energiewende-Wende, und das liest sich schon ganz anders. Da lobt der Stadtwerke-Chef Manfred Hülsmann, „dass Gabriel Tempo macht“. Nichts gegen Tempo bei der Energiewende, aber was Gabriel mit hoher Geschwindigkeit vorhat, ist spätestens seit seinem Eckpunkte-Papier klar: Da wird der Ausbau der Photovoltaik in den Schleichgang abgebremst, die dezentrale Nutzung der Windenergie im Binnenland fast unmöglich gemacht, Biogas fast zum Sterben gebracht und nur Offshore-Wind weiter gefördert. Langsamer und kraftloser wird die Energiewende also mit Gabriel, und nur dort, wo die Erneuerbaren fest in der Hand der großen Konzerne sind, werden sie weiter großzügig gefördert: Bei der Windenergie auf See. Ein wichtiges Teilziel der Energiewende, nämlich unsere Versorgung aus der Faust der Konzerne wieder in die eigene Hand zu bekommen, wird so schon mal aus gebremst.

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Beim Strom wird es ein Kräftemessen geben

Leserbrief von Klaus Kuhnke zu zwei Artikeln der NOZ v. 28.12.13 und 30.12.13

Sehr geehrte Damen und Herren,
dass sich die Umweltstiftung mit ihrem neuen Generalsekretär Dr. Bottermann ausdrücklich die Energiewende als Programm vornimmt, ist nur zu begrüßen.
Seiner positiven Einschätzung der zuständigen Personalien für die Energiewende in der neuen Bundesregierung kann aber nicht immer zugestimmt werden. Zu deutlich war der Kampf von Hannelore Kraft für „ihre“ Kohle in NRW, zu deutlich das Bekenntnis von Sigmar Gabriel zu Kohlekraftwerken als unverzichtbarer Brückentechnologie, als dass wir hier auf ein entschiedenes Eintreten für eine schnelle und effiziente Energiewende hoffen dürften.

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Leserinnenbrief zu ” Ökostrom setzt Stadtwerke unter Druck”

Leserinnenbrief zu ” Ökostrom setzt Stadtwerke unter Druck”
vom 12.10.2013
von Renate Vestner-Heise

Jetzt ist genau das passiert, was die Osnabrücker Klimaallianz den Stadtwerken schon vor 6 Jahren prophezeit hat:
Abgesehen von der fatalen klimapolitischen Entscheidung, in fossile Stromerzeugung statt in Erneuerbare Energien (EE) zu investieren, würden die Stadtwerke auch mit den damals geplanten zwei Kohlekraftwerken in ein wirtschaftliches Abenteuer schlittern. Jetzt geht es nur noch um das Kohlekraftwerk in Lünen, weil aus den Plänen für Krefeld-Uerdingen Gott sei Dank nichts geworden ist. Aber dies ist ärgerlich genug.

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Birkner für Neustart bei Ökostrom

Hier der Wortlaut des Leserbriefes zu Umweltminister Birkner, der am liebsten das EEG abschaffen will.
Diesen Leserbrief hat die NOZ ja gekürzt; die von mir etwas deutlch formuliert finale Einschätzung hat sie nicht mit abgedruckt.

Sonnige Grüße
Klaus Kuhnke

Leserbrief zu: „Birkner für Neustart bei Ökostrom“, NOZ vom 05.06.2012

Eines vorab: Der rasante Erfolg von Solar- und Bioenergie auf Grund des EEG erfordert ständige Anpassungen und Korrekturen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), da sind wir uns alle einig.
Jetzt sagt der Umweltminister Birkner (FDP): „Das bisher angewandte EEG hat keine Zukunft“, und die Fotovoltaik sei überfördert, die Offshore-Technologie will er dagegen weiter fördern. An Stelle des EEG möchte er am liebsten ein „Quotenmodell für Energieversorger“.
Da hat der Herr Birkner wohl aus Versehen sein wahres Gesicht gezeigt: Nicht der Staat, sondern der Markt soll die Energiewende richten, und die Erneuerbaren gehören nicht in unser aller Hände, sondern in die der vier großen Energiekonzerne.
Da hat jemand etwas falsch verstanden. Energiewende heißt ja nicht nur hin zu mehr Erneuerbaren und weg von Kohle und Kernenergie, sondern auch: Dezentrale Energieversorgung in Bürgerhand, weg von der Monopolwirtschaft in der Stromerzeugung, die uns bei der Energiewende bisher ja nicht unterstützt, sondern immer wieder ein Zurück zum alten System gefordert hat. Also: „Weiter so wie früher“ statt „Auf zu neuen Ufern“. Meinten Sie das, Herr Birkner?

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