036. Newsletter: Lieber heute als morgen

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Lieber heute als morgen
Leserbrief für die NOZ am 19.08.2008

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Solardach-Initiative sun-area der Stadt Osnabrück (Fachbereich Umwelt und Fachhochschule) kann nur begrüßt werden und verdient uneingeschränkte Unterstützung. Sich den Strom nach Möglichkeit selbst zu machen mit kostenloser Sonnenenergie, ist die richtige Antwort auf rasant steigende Energiepreise und eine schamlose Selbstbedienung der großen Stromkonzerne für Netznutzung und Energie (s. Neue OZ v. 15.08.08).

Dabei gilt für alle, die den Bau einer Solarstromanlage erwägen, der Grundsatz: Lieber heute als morgen. Denn wenn die Anlage in diesem Jahr noch in Betrieb genommen wird, bekommt man noch die volle Vergütung von 46,75 Cent für jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde; bei Inbetriebnahme ab 2009 sind es 8 Prozent weniger. So schreibt es das Erneuerbare-Energien-Gesetz vor. Die Preise für Solarstromanlagen werden aber nicht zu Silvester über Nacht um 8 % nachgeben; wir rechnen eher mit einem allmählichen Preisrückgang für Solarzellen und-Module.

Noch stärker als der Strompreis steigt allerdings der Gaspreis an. Hier heißt die Antwort nicht Solarstrom vom Dach (Fotovoltaik), sondern 1. dämmen, 2. nochmal dämmen und dann 3. der Einbau einer solarthermischen Kollektoranlage mit Heizungsunterstützung, möglichst verbunden mit einer Heizungsmodernisierung. 12 bis 20 m² Kollektorfläche sind gut für ein Haus, und je nach Benutzerverhalten und Dämmstandard lassen sich so 20-25 % der Heizkosten einsparen. Je besser das Haus gedämmt ist, umso höher ist der Heizwärme-Anteil, den man mit Sonne sparen kann.

Das städtische Solardach-Kataster sun-area gibt Hinweise, welche Dächer solargeeignet sind, egal ob für Fotovoltaik oder für Kollektoranlagen für Warmwasser mit  Heizungsunterstützung. Was wirklich geht und was nicht, kann allerdings nur ein Fachmensch sagen. Sun-area findet man unter http://www.osnabrueck.de/27689.asp, und wer neben der Energiekosten-Einsparung auch an Klimaschutz interessiert ist, findet auf der städtischen Internetseite noch einen Kohlendioxid-Rechner, mit dem man seinen ganz persönlichen Kohlendioxid-Ausstoß ausrechnen kann. Zu finden unter http://www.osnabrueck.de/27717.asp(leider nicht mehr verfügbar)