092. Newsletter: Sonnige Wünsche zum Fest

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Sonnige Wünsche – Suchmaschine – Leserbrief zu Kopenhagen

Liebe Solarfreunde,
zum Abschluss des Jahres wünsche ich euch und Ihnen und allen Angehörigen ein frohes Weihnachtsfest
und ein sonniges neues Jahr.
An Stelle eines Rückblickes füge ich den Leserbrief bei, den ich zu Kopenhagen geschrieben habe.
Und ich weise auf die neue ökologische Suchmaschine „Ecosia“ hin und empfehle weite, weite Verbreitung. Sagen Sie es allen weiter.

Sonnige Grüße
Klaus Kuhnke

Leserbrief zu: „Klimakonferenz endet enttäuschend“, Neue OZ v. 21.12.2009

JETZT ERST RECHT

Die Enttäuschung über das Un-Ergebnis der Klimakonferenz von Kopenhagen sind ja schon genügend zum Ausdruck gebracht worden, und auch Ratlosigkeit ist mancherorts zu hören. Dabei kann die Antwort  – gerade in Deutschland – nur lauten: Jetzt erst recht! Es ist zu spät, um Pessimist zu sein.

Unsere Technik und Wirtschaft sind gut in Technologien und Projekten für den Klimaschutz – von Solarmodul bis zum Blockheizkraftwerk, von der Windkraft bis zum 1-Liter-Auto. Wir sollten jetzt, sofort und in eigener Regie, alles anpacken, was CO2 einspart und das Klima schützt, was wirtschaftlich ist und Arbeitsplätze bei uns schafft und erhält. Da gibt es viel:

Auf Bundesebene:

  • Flugbenzin besteuern (im nationalen Bereich ist das möglich) und Bahnstrom von der Steuer befreien
  • die Gesetze für Strom und Wärme aus Erneuerbaren Energien und für Kraft-Wärme-Kopplung (EEG, EEWärmeG, KWK-G) weiterentwicklen und zu schlagkräftigen Werkzeugen eines mitreißenden Wachstums machen
  • über die KfW-Ba nk durch großzügige Kredite und Förderungen massiv Wärmedämmung an Gebäuden und andere Energiesparmaßnahmen mobilisieren (hier ist noch eine riesige Einsparquelle weitestgehend ungenutzt);

In und um Osnabrück:

  • konsequent den Weg der Kraft-Wärme-Kopplung gehen: vom kleinen Häusle bis zum Wärmekraftwerk an der Papierfabrik
  • Solarstrom auf alle Dächer bringen – mit Hilfe der Programme Sun-Area und Sunpower und neuer Initiativen des Fachbereichs Umwelt
  • auch in Großanlagen an geeigneten Stellen auf Solar setzen, ob nun am Bodensee, in Glandorf oder auf den ehemaligen Britenflächen
  • neue Winkraftanlagen bauen: Dort, wo schon welche stehen – Repowering wie auf dem Piesberg – und an vielen anderen Stellen in Osnabrück, die bekannt sind, aber die die Stadt noch immer nicht ernsthaft untersucht hat
  • für die Stadtwerke: Weitermachen mit Sonne und Wind und aussteigen aus den Kohlekraftwerken und aus der Startbahnverlängerung am FMO, denn Ja sagen zum Klimaschutz und Nein tun, das passt nicht;

Für die Bürgerinnen und Bürger:

  • Energie sparen: vom Tesamollstreifen übers Fahrrad bis zur thermischen Solaranlage ist für jeden etwas drin
  • einer Genossenschaft für Erneuerbare Energien beitreten
  • echten Ökostrom bestellen bei einer Gesellschaft, die nachweislich nichts mit der Atom- und Kohlelobby zu tun hat.

Für fast alle diese Maßnahmen stimmen bereits die Rahmenbedingungen, sie sind heute wirtschaftlich, sie kreieren neue wirtschaftliche Aktivvität und sc haffen Arbeitsplätze bei uns.
Jetzt erst recht. Was hindert uns noch?

Klaus Kuhnke
Solarenergieverein Osnabrück e.V.
Postfach 1940, 49009 Osnabrück

ECOSIA  –  Neue, ökologische Suchmaschine

Ecosia.de ist eine neue Suchmaschine, die ihre Einnahmen aus „sponsored links“ für die Erhaltung des Regenwaldes spendet. Das funktioniert natürlich nur, wenn ganz, ganz viele Leute sie auch benutzen.
Interessant ist dabei, dass natürlich auch bei Ecosia kommerzielle Interessen dahinter stehen, und zwar von Yahoo, Bing und WWF.  D. h. hier wird versucht, der marktführenden Suchmaschine mit dem großen G, die auf dem besten Wege ist, unser GANZES Informationsgeschehen zu monopolisieren, etwas entgegenzusetzen. Das ist sicher unsere Unterstützung wert; schauen Sie auch mal auf das Video, in dem Ecosia sich selbst vorstellt.

Und den ökologischen Nutzen, den nehmen wir doch gern mit.
Also suchen Sie doch mal.

Klaus Kuhnke