138. Newsletter: Kraftwerks- mit Haushaltsstrom vergleichen

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Leserbrief zu „Preismindernder Effekt zweifelhaft“, LB von Ludger Flohre, NOZ v. 24.1.2011

Sehr geehrte Damen und Herren,
wer Kraftwerksstrom mit Steckdosenstrom vergleicht, also den Herstellungspreis im Kraftwerk mit dem Endverbraucherpreis im Haushalt, der vergleicht wirklich Äpfel mit Birnen. Richtig, Herr Flohre.

Aber das ist ja gerade der Witz an der Fotovoltaik: Solarstromanlagen auf Dächern (nicht auf dem freien Feld) erzeugen den Strom dort, wo er auch gebraucht wird: am bzw. im Haus. Netzentgelte für Hochspannung, Weiterleitung, Umspannung, Verteilung usw. und die entsprechenden Profite fallen nicht an. Auf Häusern produzierter Sonnenstrom steht also als Steckdosenstrom unmittelbar zur Verfügung, kann als solcher verbraucht werden, ist preislich mit demselben zu vergleichen und verursacht auch keine weiteren Kosten. Hier wird also nicht mit falschen Zahlen gespielt, sondern Solarstrom vom Dach und Haushaltsstrom an der Steckdose, das bedeutet Äpfel mit Äpfeln vergleichen, wie es jeder Verbraucher tun sollte. Und das Schöne ist: der eine wird immer billiger, der andere immer teurer, und ab nächstem Jahr treffen sie sich, je nach Tarifregion erst hier, dann dort, dann überall. Und so beginnt Solarstrom tatsächlich wirtschaftlich zu werden. Da wollten wir immer hinkommen.

Sonnige Grüße
Klaus Kuhnke,
Solarenergieverein Osnabrück e.V.