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Guten Tag liebe Freunde des Klimaschutzes und der Erneuerbaren Energien,
der Solarenergieverein Osnabrück wünscht Euch und Ihnen ein friedvolles und energiereiches neues Jahr 2023.
Erneuerbare Energien sind Friedensenergien. Das wird besonders in diesen Monaten deutlich, wo um die Ukraine ein erbitterter Angriffskrieg geführt wird. Wir in Deutschland bekommen davon ja besonders die Verknappung und Verteuerung von Gas und Strom zu spüren, und wir wünschen uns einmal mehr, dass wir mit der Energiewende und dem verstärkten Ausbau der Erneuerbaren schon viel früher und entschlossener angefangen hätten.
Und doch: Das vergangene Jahr 2022 hat uns in Klimaschutz und Energiewende auch einen Schritt voran gebracht: Es gab ein Oster- und ein Sommerpaket; das EEG wurde novelliert. Ohne den Anspruch auf Vollständigkeit:
- Die Einspeisevergütung für Solarstrom wurde auskömmlich stabilisiert - für Überschuss- und Voll-Einspeiser - Die EEG-Umlage wurde gestrichen - Für private Solar-Betreiber bis 30 kWp fällt die Gewerbe- und Einkommensteuer weg - Und die Mehrwertsteuer fällt sogar auch weg für Solarstromanlagen und ihre Komponenten. Das gibt es sonst (fast) nur beim Flugbenzin. (Wahrscheinlich muss man die MWSt erst zahlen und bekommt sie dann zurückerstattet.) - Die Untergrenzen für Ausschreibungen wurden angehoben: Jetzt sind größere Solar- und Wind-Projekte auch ohne Ausschreibung möglich - Der Deckel für den Ausbau ist zwar noch nicht weg, wurde aber in allen Bereichen sehr hoch angehoben. - Betreibergemeinschaften genießen besondere Privilegien - eine Chance für den regionalen Ausbau der Erneuerbaren Energien in Bürgerhand
Trotzdem sind viele Klimaschützer*innen und Solarfreunde nicht zufrieden: - Es geht immer noch nicht schnell genug - Eine Entbürokratisierung der Mieterstrom-Regelungen steht immer noch aus - Die Macht der Netzbetreiber, größere EE-Anlagen durch immer weiter gehende Bürokratisierungs- und Zertifizierungs-Vorschriften zu behindern, wurde noch nicht gebrochen - Die Genehmigung neuer Windkraftanlagen ist immer noch ein Marathon - Eine groß angelegte Bildungs- und Ausbildungs-Initiative für Fachkräfte, u.a. im Energiebereich und besonders für Migrantinnen und Migranten, bleibt bisher aus - Klimaschutz als alles übergreifende Querschnittsaufgabe wird in den meisten anderen Bereichen unserer Wirtschaft immer noch nicht ernst genommen: Man macht weiter wie bisher, business als usual - Das 9-Euro-Ticket in seiner frappierend charmanten Einfachheit wird wohl so nicht wieder kommen, auch nicht für 19 oder 29 Euro, und schließlich: - Die Stadtwerke Osnabrück sind pleite. Dabei hätten wir uns gerade von diesem prominenten Energie-Akteur einen kräftigen Impuls für eine schnelle und wirksame Energiewende gewünscht. Aber wir geben die Hoffnung nicht auf.
Dies alles zeigt: Es gibt noch viel zu tun. Das fängt mit dem ganz persönlichen Heizung-Sparen an und geht bis hoch zur Bundesebene und darüber hinaus.
Der SEV engagiert sich regional und lokal für Klimaschutz und Energiewende. Seien Sie dabei, schauen Sie in unser neues Programm (www.solarenergieverein.de), kommen Sie zu unserer Mitgliederversammlung am 26. Januar (Einladung folgt) und bringen Sie neue, junge Interessentinnen und Interessenten mit - mit neuen Ideen und Lust an der gemeinsamen Aktion.
Hinkommen - mitreden - mitmachen. SEV - wir engagieren uns mit Energie.
Ein friedliches und sonniges neues Jahr wünschen Ihnen und Euch allen
Klaus Kuhnke, Martina Jandeck Vorstand Solarenergieverein Osnabrück e.V. (SEV)
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