Resolution 2013

Klimaschutz sowie der Respekt und der Schutz der Gesundheit und des menschlichen Lebens machen die Energiewende notwendig, weitere Vorteile wie langfristige Wirtschaftlichkeit, Schaffung und Erhalt von Arbeitsplätzen, wirtschaftliche Aktivität am Standort Deutschland und nicht zuletzt die Unabhängigkeit unseres Landes und der Beitrag zum globalen Frieden lassen die Energiewende sinnvoll, vorteilhaft und attraktiv erscheinen.

Trotzdem ist die Energiewende in Deutschland keineswegs sicher. Szenebekannte Interessenträger betreiben eine Kampagne, der die Medien nur allzu gern folgen. Die Photovoltaik wurde von der Regierung auf Sparflamme gedreht, der Zuwachs bei der Solarthermie, der Gebäudedämmung und bei der Modernisierung der Heizungen bleibt hinter den Möglichkeiten zurück, und auf den Straßen werden die Autos weiter so genutzt und betrieben, als sei nichts gewesen. Die Stadtwerke sehen die Wirtschaftlichkeit ihrer Kohlekraftwerke gefährdet, andere wollen ihre Gaskraftwerke stilllegen oder möglichst lange noch Braunkohle verbrennen.

Es gibt also noch viel zu tun für die Energiewende. Da trifft es sich gut, dass

  • Osnabrück sich zu 100 Prozent Klimaschutz verpflichtet hat und einen Masterplan aufstellt,
  • gerade zwei erfolgreiche Frauen – eine Naturdämmstoff-Unternehmerin und eine Stromrebellin aus dem Schwarzwald – zusammen den deutschen Umweltpreis bekommen haben
  • bei Solarkollektor-Anlagen die Heizungsunterstützung noch wirtschaftlicher ist als nur das solare Warmwasser
  • Solarstrom vom eigenen Dach heute nur noch die Hälfte kostet vom Steckdosenstrom (15 statt 28 ct/kWh)
  • Passiv- und Nullenergiehäuser immer mehr zum Baustandard werden
  • Deutschland schon 2020 fast zur Hälfte mit Regenerativstrom versorgt werden kann, wenn die Politik es denn will.

Die Liste ließe sich fortsetzen.

Damit die schon erreichten Fortschritte nicht im Sande verlaufen, appellieren wir

  • an die neue Bundesregierung: Reformieren Sie das EEG, aber schaffen Sie den Vorrang der Erneuerbaren nicht ab!
  • an die Stadt Osnabrück: Gehen Sie mit vollen Segeln (nicht mit halbem Herzen) ran an den Klimaschutz!
  • an den Landkreis Osnabrück: Wind braucht Fläche, die die Stadt nicht hat: Lassen Sie uns was übrig!
  • an die Stadtwerke Osnabrück: Bauen Sie mehr Erneuerbare-Energie-Anlagen, und zwar hier in der Gegend!

Gemeinsam sind wir stark. Lassen Sie uns an einem Strang ziehen. Dann gelingt auch die Energiewende, bei jeder und jedem Einzelnen von uns im Kleinen und in Osnabrück und in Deutschland im Großen.
Die Welt schaut auf uns. Enttäuschen wir sie nicht. Wenn die Energiewende bei uns gelingt, kann sie überall gelingen.