Elektroautos – Leserbrief NOZ, 09.10.2017

Da ich schon seit 1991 verschiedene Elektroautos gefahren habe, kann ich sehr wohl einen Energieverbrauch von 15 – 20 kWh auf 100 km bestätigen. Beim Anfahren werden nur einige hundert Watt, beim Beschleunigen dann mehrere kW benötigt. Beim Abremsen durch die Rekuperation (Rückspeisung in die Batterie) wird dann wieder Energie zurückgewonnen.
Wenn z.B. mein Smart ed konstant 80 km/h fährt, ergibt sich eine Leistung von nur 10kW. Das Gemisch aus Anfahren, Beschleunigen, Fahren und Bremsen ergibt einen Durchschnitts-Stromverbrauch von 15 kWh auf 100 km. Auch bei aktuellen viersitzigen Elektro-Klein- und Mittelklassewagen ergeben sich ähnliche oder sogar geringere Verbrauchswerte.
Geladen wird über die Type 2 Steckverbindung nach EN 62196-1, oder auch Mennekes-Stecker genannt. Der eigentliche Ladestrom wird gemäß der Norm IEC 61851-1 über entsprechenden Kontakte im Stecker, an der Ladesäule oder im Fahrzeug eingestellt. Daraus ergibt sich, dass die Ladeleistung von außen geregelt werden kann. Deswegen kann z.B. der örtliche Ladestellenbetreiber kontrolliert nach der Maximalleistung der Station regeln.
Die Schnittstelle zum Laden für Elektroautos ist immer die schon beschriebene Normsteckdose für einphasige oder dreiphasige Wechselspannung (Drehstrom). Dazu kommt noch die erweiterte Type 2 Verbindung als sogenannte CCS-Steckose. Hierbei kann Gleichstrom mit bis zu 50 kW direkt in die Antriebsbatterie geladen werden.
Ein Hinweis: An Batterie-Wechselsätzen haben sich schon viele Entwickler versucht, u.a. in einem Großprojekt in Israel, jedoch sind alle mehr oder weniger gescheitert. Ich lade meinen Smart ed täglich in der Garage, was 90 Prozent der Elektroauto-Fahrer tun .
Zum Jahresende 2020, wenn das EEG 2000 ausläuft, werde ich meine 4,2 kW Solarstromanlage auf Eigenstromverbrauch mit Hausspeicher umrüsten.
Den Solarstrom weiter ins Stromnetz einzuspeisen, bei zu erwartenden sehr geringen Vergütungen, lohnt sich dann nicht mehr. Für alle Solarstromanlagen-Betreiber in der gleichen Lage wird das Elektroauto dann zur Pflicht.

Michael Lutze
Solarenergieverein Osnabrück e.V.

 

Quaschning ein Movie zur Energiewende

Wer kurz, knapp und kompetent erfahren möchte, wo wir heute stehen mit der Energiewende, warum das noch nicht reicht und auch viel zu langsam geht, dazu anschaulich mit Zahlen und Grafiken unterfüttert – der oder die kommt am Vortrag von Volker Quaschning nicht vorbei. 20 min Bestandsaufnahme und gleichzeitig ein Lehrstück über die Energiewende – das sollten eigentlich alle mal gesehen haben; bitte nehmen Sie sich die Zeit.
Klicken, schauen, hören, staunen.
Hier der Link zum Vortrag:
https://www.youtube.com/watch?v=pgmPy_IORlk

Leserbrief zu „Ökostrom-Umlage auf Rekordhoch“, NOZ v. 15.10.2016

Einseitig gejammert

Sehr geehrte Damen und Herren,
Der Artikel über die Erhöhung der EEG-Umlage um einen halben Cent reiht sich ein in das allgemeine Gejammer über „saftig“ steigende Strompreise. Zitiert werden der Bundesverband der Deutschen Industrie und der Verband kommunaler Unternehmen, deren energiepolitische Aufgabe fast schon per Definition das Klagen über die Energiewende ist. Die Niedersächsische Industrie- und Handelskammer sieht das anders: „Die Energiewende … ist positiv in der Wirtschaft angekommen“. (NOZ v. 18.10.2016)

Und der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert „eine faire Verteilung der Belastungen“. Wie wahr. Denn die Ökostrom-Umlage zahlen Haushalte und Gewerbe, die Industrie jedoch nur zum Teil: Immer mehr Unternehmen stellen ihren eigenen Stromverbrauch als relevanten Anteil ihres Umsatzes dar und erhalten dann die Befreiung von der Umlage. Was für ein international operierendes Stahlwerk wie Georgsmarienhütte, das seinen ganzen Stahl mit Strom aufschmilzt, sinnvoll und richtig ist, wird bei Bäckereien und Golfplätzen zum Witz. Aber auch solche Betriebe lassen sich von der EEG-Umlage befreien. Selbst Solaranlagenbetreiber, die ihren Strom selbst erzeugen und selbst verbrauchen, müssen sich an der EEG-Umlage beteiligen, Kraftwerke mit ihrem Eigenverbrauch jedoch nicht. Ohne all diese Ausnahmen könnte die EEG-Umlage um fast die Hälfte geringer ausfallen.

Und dennoch: Die Erhöhung um einen halben Cent, das sind bezogen auf einen Strompreis von rund 30 Cent pro Kilowattstunde (kWh) rund 1,5 Prozent. Fast alles andere steigt stärker an im Preis, nur das billige Öl hält uns zur Zeit die Inflation so niedrig, wie sie ist.
Leserbrief zu „Ökostrom-Umlage auf Rekordhoch“, NOZ v. 15.10.2016 weiterlesen

Energie-Termine SEV und IVEE Herbst 2016

Wir laden ein zu folgenden Veranstaltungen von uns oder unseren Partner-Organisationen (Stand 08.09.2016)

Mi 31.08.16  
Franz Alt kommt. „Auf der Sonnenseite – Warum uns die Energiewende zu Gewinnern macht“. Die Grünen Osnabrück-Land laden ein. 19:00 h Gaststätte Lingemann, Wallenhorst-Rulle

Fr 16.09.16
IVEE-Sommergrillen bei Alois Plüster, Im Steerte 6 d, OS-Hellern. 18 Uhr, Kostenbeitrag 10 €. Anmeldung bei Ludwig Meyer zu Bergsten Info@meyerzubergsten.de   (MzB, AP)

Do 22.09.16
SEV- und IVEE-Treffen. 19:30 h, Grüner Jäger, An der Katharienkirche 1, Osnabrück

Do 29.09.16
Solar- und Windprojekte in Polen, Aserbaidschan, Rumänien, Gran Canaria …. Projektentwickler Heiner Gerbracht berichtet. Auch wenn unsere Regierung bremst: Die Erneuerbaren sind weltweit ein Megatrend. Den Weg dafür bereiten Pioniere wie Heiner Gerbracht. 19:30 h, Lagerhalle, Rolandsmauer 26, Osnabrück, Raum 207 (KK)

Fr 07.10.16
Exkursion zu Fa. Elektro-Kaß, Borken. Nachgeführte PV, O-W-Anlagen, Solar-Elektro-Fuhrpark und Speicher. Ca. 15:30 h, Fa. Elektro-Kaß, Aechterhookstr. 32, 46325 Borken. Fahrgemeinschaften: 14:00 h Parkplatz Blumen-Risse, OS-Hellern. Rückkehr ca. 19 – 20 h.

Do 27.10.16
Sonne speichern im Beton. Sonnenwärme auch im Winter: Bauteilaktivierung vs. Sonnenhaus. Vortrag von D. Vagelpohl, Planungsbüro Graw. 19:30 h Lagerhalle, Rolandsmauer 26, Osnabrück, Raum 207 (KK)

Do 03.11.16
Das Klimaquartier Arrenberg in Wuppertal – Blaupause für andere Kommunen. Vortrag von Jörg Heynkes, VillaMedia, Wuppertal. Ist es möglich, unsere Großstädte weiter zu entwickeln zu Energie in Bürgerhand, Null CO2, nachhaltiger Mobilität und klima- und menschenverträglicher Ernährung? Heute noch nicht, aber in Wuppertal sind sie auf dem Weg. Der „Aufbruch am Arrenberg“ zeigt, wie. 19:30 h Lagerhalle, Rolandsmauer 26, Osnabrück, Raum 102 (KK)

Do 10.11.16
SEV- und IVEE-Treffen. 19:30 h, Grüner Jäger, An der Katharinenkirche 1, Osnabrück

Do 17.11.16
Smart Meter: Energiewende-Fortschritt oder Datenschleuder? Wann kommen die neuen Zähler? Was können sie, was kosten sie? Müssen die ALLES über uns wissen, und was passiert mit unseren Daten? Vortrag von Chr. Köhler, Stadtwerke Osnabrück und Smart Optimo. 19:30 Lagerhalle, Rolandsmauer 26, Osnabrück, Raum 102 (KK)

Do 01.12.16
Mitgliederversammlung IVEE, s. besondere Einladung. Gäste und Interessierte sind herzlich willkommen. 19:00 h „Waldesruh“, Zur Waldesruh 30, Georgsmarienhütte, m. Abendessen. Jahrgemeinschaften: 18:30 h Parkplatz Barbarastr., Osnabrück

Do 15.12.16
Mitgliederversammlung SEV, s. besondere Einladung. Gäste und Interessierte sind herzlich willkommen. 19:30 h Klattes Speisekammer, Atterstr. 117, OS

Stammtisch SEV u. IVEE: manchmal am Donnerstag um 19:30 h im Grünen Jäger („Klause“) An der Katharinenkirche 1, OS. Hinkommen – mitreden – mitmachen: 18.8., 22.9., 10.11. 2016

Energie-Termine SEV und IVEE  Herbst 2016 als pdf

Besichtigung IVEE und SEV-Mitglieder / PV-Freilandanlage Druckzentrums der NOZ

Am 23.06.2016 besichtigten IVEE und SEV-Mitglieder die PV-Freilandanlage des Druckzentrums der NOZ. Das Besondere der von Heiner Gerbracht konzipierten Anlage ist die Ost-West-Ausrichtung mit angehobener Nordseite.
Wenn der überwiegend nächtliche Strombedarf einer Zeitungsdruckerei mit der Leistung einer Fotovoltaikanlage ohne Stromspeichermöglichkeiten kombiniert wird, dann sind 10% Abdeckung des Strombedarfs aus eigener Erzeugung ein sehr guter Einstieg in die Nutzung der Erneuerbaren Energien. Herr Borgelt, Geschäftsführer, und sein Kollege Herr Manfred Bertelsmann, Leiter der Haus- und Betriebstechnik, sind positiv überrascht über das inzwischen gute Funktionieren und die übererwartet guten Erträge der Anlage.
Vorerst ist seitens des Druckzentrums kein weiterer Ausbau geplant, da der Anteil des selbstgenutzten PV-Stroms bei 92 Prozent liegt.
Auf alle Fälle macht das Engagement des Druckzentrums sicher auch anderen Betrieben Mut sich in Sachen Nutzung der Erneuerbare Energien auf den Weg zu machen und umzusetzen.

360 kw, sechs 50-kw-Wechselrichter für jeweils 10 Tische, zwei West- bzw. Ost-Seiten bilden einen String.

CIMG7374

IMG_1661

280. Newsletter: Energie selber machen, speichern und nutzen

sev-logo-newsletter
 

 

 

Der SEV lädt ein zu einem Vortrag von Udo Högemeier über sein selbst realisiertes Semi-Autarkiekonzept mit Photovoltaik, Speicher, Blockheizkraftwerk und zwei Elektrofahrzeugen. Zusammen mit dem Bund deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure, BG Osnabrück
.
Am Donnerstag, den 07.01. um 19:30 Uhr,
Lagerhalle, Rolandsmauer 26, Osnabrück

Mit sonnigen Grüßen,
Frank Schnieder
Solarenergieverein Osnabrück e.V.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.