074. Newsletter Elektromobilität gehört die Zukunft

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Leserbrief zu „Roller tankt an der Steckdose“, Neue OZ v. 7.8.09

Sehr geehrte Damen und Herren,
1. Diese Initiative kann man nur begrüßen. Dass Stadtwerke, Stadt und OPG sich die Aufgabe stellen, die Elektromobilität zu fördern – auch ohne die zunächst erhoffte staatliche Förderung – ist richtungweisend und zukunftsfähig. Dass  Fahren mit Strom überaus billig und wirtschaftlich ist (mit dem Roller 70 Cent statt 7 Euro pro 100 km), ist dabei nur ein Argument vn vielen.

2. Dem Elektrofahrzeug gehört die Zukunft. Wenn fossiler Sprit knapper und teurer wird (diese Zukunft hat schon begonnen), sind Alternativen gefragt. Biosprit, sagen manche Leute. Aber wie weit werden wir kommen mit der verfügbaren Ackerfläche?  Hier hilft ein einfaches Beispiel: Mit Biodiesel von einem Hektar Anbaufläche kommt man mit einem „normalen“ Auto etwa 25 000 km weit in einem Jahr, mit Biogas oder BTL (Biokaftstoff zweiter Generation) immerhin 60 000 km, aber bei einem gleich großen Elektroauto reicht der Strom von einem Hektar Solarmodulfläche 50 bis 100 mal weiter: Über 3 Millionen Kilometer kann man mit dieser Energie pro Jahr fahren (wenn Sie nachrechnen wollen: Wir helfen). Für die Zukunft gilt also: Wenn Fahrzeug, dann elektrisch, und wenn wir uns die Energie selbst machen müssen, dann solar. Dass wegen ihrer hohen Batteriegewichte Elektorfahrzeuge nicht in jedem Fall unser bisheriges Auto ersetzen können, ist klar. Doch das Problem ist lösbar.

3. Der Anfang mit dem Roller ist gut. Ein Mensch mit Tageszeitung und Frühstückspaket muss ja nicht immer eine Tonne Blech mit sich zur Arbeit nehmen. Und wenn mit Hilfe von Elektrorollern und -fahrrädern immer mehr Leute die Bahn f&uu ml;r ihren Arbeitsweg nutzen, umso besser.

4. So viel zu dieser löblichen Initiative. Noch ist sie klein und fein und ein prima Werbegag. Bleibt nur noch zu hoffen, a) dass sie ernsthaft weiterbetrieben wird und b) dass die Stadtwerke auch in ihrem Hauptgeschäft auf umweltfreundliche Energien einschwenken, mit ihrem zukünftigen Kraftwerkspark zum Beispiel.

Klaus Kuhnke
Solarenergieverein Osnabrück e.V.